Über…

den Verein und das Konzept

Wie lässt sich ein Veranstaltungsort dezentral organisieren?
Welche Instrumente sind dafür notwendig?
Wie können wir das Veranstalten so niedrigschwellig wie möglich halten, auch finanziell?
Wie können wir möglichst viele Menschen erreichen, die daran teilhaben wollen?
Welche Hilfestellung und Unterstützung brauchen unerfahrene Veranstalter_innen und Künstler_innen, um stressfrei veranstalten zu können?
Wo liegen die Grenzen eines “offenen Raumes”?
Wie können wir unser Wissen am Besten weitergeben?

 

Die Idee zur Schaffung eines flexiblen Raumes mit offenem Programmkonzept entstand bei uns – ein paar Musiker_innen, Künstler_innen, Architekt_innen und anderweitig Begeisterten –  nachdem sich mit dem Entstehen des PLATZprojekts die Möglichkeit auftat, neue Räume mit anderen Konzepten entstehen zu lassen. Unsere eigene Erfahrung hat gezeigt, dass es gerade für unkommerzielle Formate schwierig ist, geeignete Räume, Strukturen und Zugänge zu finden. Wir wollen versuchen, diese Hürden abzubauen, indem wir unser Programm weder nach Bekanntheitsgrad der Künstler_innen, finanziellen oder ästhetischen Gesichtspunkten zusammenstellen, sondern lediglich nach Eigeninitiative der Nutzer_innen – und der Kapazität unseres Teams, welches die Veranstaltungen betreut. Wer schon einmal im OSCO veranstaltet und die Infrastruktur kennengelernt hat, kann wiederum Teil dieses Teams werden und Veranstaltungen unterstützen.

Gleichzeitig versuchen wir durch Angebote wie Workshops für Unerfahrene und Laien Fertigkeiten aufzuzeigen, zu entwickeln und auszubauen, um das Helfer_innen-Netzwerk z.B. auch im Bereich Ton und Lichttechnik zu erweitern. Hier können auch Angebotsideen an uns herangetragen werden.

2015 gründeten wir den gemeinnützigen Verein Open Space Hannover e.V., entwickelten in einem Architektur-Workshop mit Student_innen, Szenograph_innen und Veranstalter_innen die Grundlage für einen passenden Raum und konnten durch Förderungen durch den Beirat zur Förderung von Jugendkulturen in Hannover und den Innovationsfonds Kunst und Kultur  der Landeshauptstadt Hannover eine erste Planungssicherheit herstellen. Zahlreiche Bürokratie-Monate, Hochs und Tiefs, provisorische Eröffnungen, Kooperationen und viele interessante Begegnungen mit Akteur_innen aus unterschiedlichsten Bereichen später, konnten wir im Herbst 2017 mit dem Bau des Gebäudes beginnen.

Im März 2018 beginnen wir mit unserem Probebetrieb, in dem wir ausprobieren und evaluieren wollen, wie sich unsere Ideen in die Tat umsetzen lassen und wo wir noch etwas anpassen müssen. Es ist also noch nichts abschließend in Stein gemeißelt, sondern die erste Phase eines länger andauernden Prozesses. Wir freuen uns auf euch, eure Anregungen und alles, was kommt!